21.09.2006

Jugend Shellstudie

14. Shell Jugendstudie zeigt Wertewandel bei Heranwachsenden

Aufstieg statt Ausstieg: Jugendliche gestalten ihre Zukunft pragmatisch und zielorientiert

- Kurzfassung -

Hamburg/Berlin, 19. August 2002. Jugendliche heute sind pragmatisch. In einem Wertecocktail mixen sie, was ihnen passend erscheint: Fleiß und Macht, Familie und Sicherheit, Kreativität und Lebensstandard - alles geht gleichzeitig. Gesellschaftlichen und persönlichen Herausforderungen stellt sich der Nachwuchs, und er will seine Probleme selbst lösen. Der Politik und den Parteien sprechen die Jugendlichen nur wenig Lösungskompetenz zu. Zu diesen Erkenntnissen kommt die 14. Shell Jugendstudie, die heute der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Untersuchung wurde gemeinsam von den Bielefelder Sozialwissenschaftlern Professor Dr. Klaus Hurrelmann und Professor Dr. Mathias Albert und einem Team des Münchener Forschungsinstitutes Infratest Sozialforschung verfasst. Im Auftrag der Deutschen Shell befragten die Forscher mehr als 2.500 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren zu ihrer Lebenssituation, ihren Wertvorstellungen und ihrer Einstellung zur Politik.



Sinkendes Vertrauen in Politik


Im Vergleich zu den vorherigen Untersuchungen zeigt die 14. Shell Jugendstudie, dass sich ein Trend deutlich verstärkt hat: Das Interesse der Jugendlichen an Politik ist weiter rückläufig. Nur 34 Prozent bezeichnen sich als politisch interessiert. Gerade einmal 35 Prozent würden ganz sicher an Wahlen teilnehmen, weitere 37 Prozent nur "wahrscheinlich". Dessen ungeachtet sind die Heranwachsenden gesellschaftlich aktiv. Dabei orientieren sie sich an konkreten und praktischen Fragestellungen, die für sie auch mit persönlichen Chancen und Nutzen verbunden sind.



Grundlegender Wertewandel


Die Studie zeigt auch, dass sich die Werte der Heranwachsenden grundlegend verändern. "Aufstieg statt Ausstieg" lautet das Motto, nach dem die Jugendlichen ihre Zukunft gestalten. "Die ideologisch unterfütterte 'Null-Bock'-Stimmung früherer Generationen ist passé", so Projektleiter Prof. Dr. Klaus Hurrelmann. Auf die erhöhten Leistungsanforderungen und Risiken unserer gegenwärtigen Gesellschaft reagiert die Jugend optimistisch und mit erhöhter Leistungsbereitschaft. Dieser Wertewandel, der sich bereits in den 90er Jahren angedeutet hatte, wird in der vorliegenden Studie erstmals umfassend sichtbar gemacht.

Leistung, Sicherheit und Einfluss liegen stark im Trend - ebenso wie Kreativität, Toleranz und Genuss. Traditionelle und moderne, scheinbar widersprüchliche Werte vereinen sich zu einer neuen Synergie. Gleiches gilt für die Lebensplanung: Karriere und Familie sind zwei zentrale, gleichberechtigte Zielvorstellungen - gerade auch für Mädchen und junge Frauen. In diesem Zusammenhang fällt auf, dass mehr Mädchen als Jungen eine höhere Bildung anstreben. In der Schulbildung haben sie die Jungen inzwischen sogar überholt.



Erfolgsfaktor Bildung


Den neuen positiven Zeitgeist verkörpern vor allem die Jugendlichen, die in Schule und Beruf erfolgreich sind. Mit persönlichem Ehrgeiz und Einsatz tragen sie zu einer produktiven gesellschaftlichen Entwicklung bei. Hurrelmann unterstreicht: "Vor allem zwei Gruppen, die jeweils ein Viertel der Jugend in Deutschland ausmachen, setzen den Trend - die 'selbstbewussten Macher', eine Aufsteigergruppe aus der breiten Mitte der Gesellschaft, und die 'pragmatischen Idealisten', die bevorzugt aus den bildungsbürgerlichen Schichten stammen. Beide bekennen sich klar zum Leistungswettbewerb, wobei letztere sich zusätzlich besonders für gesellschaftliches Engagement stark machen."

Potenziell benachteiligt sehen sich diejenigen Heranwachsenden, die mit den Anforderungen in Schule und Beruf weniger gut zurechtkommen und darauf mit Aggression oder Resignation reagieren. "Hier ist die Gesellschaft aufgerufen, Integrationsarbeit zu leisten", so Hurrelmann.

Mit der 14. Shell Jugendstudie setzt die Deutsche Shell ihr Engagement in der Jugendforschung fort. Bereits seit 1952 beauftragt das Energie-Unternehmen führende Forschungsinstitute mit der Erstellung von Studien, um Einstellungen, Stimmungen und Zukunftserwartungen von Jugendlichen zu dokumentieren. "Wir als Erwachsene schaffen die Rahmenbedingungen, unter denen die Jugend aufwächst", sagt Kurt Döhmel, Vorsitzender der Shell Geschäftsführung. "Es ist daher wichtig zu erfahren, wie junge Leute die Welt sehen, denn so können wir auch unsere eigenen Werte kritisch überprüfen."

Die 14. Shell Jugendstudie ist im Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, unter dem Titel "Jugend 2002 - Zwischen pragmatischem Idealismus und robustem Materialismus" erschienen und im Buchhandel erhältlich (ISBN-Nr. 3-596-15849-4, Euro 12,90).

Weitere Informationen zur 14. Shell Jugendstudie finden Sie im Internet unter www.shell-jugendstudie.de.

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29.08.2006

Generation Benedikt

medium_Benedikt_XVI.2.jpegEine neue Generation unterwegs:

Die Generation Benedikt steht für all die jungen Menschen,
die ihre Verantwortung für die positive Gestaltung der Gesellschaft wahrnehmen wollen.
die sich aufrichtig und ohne ideologische Verblendungen auf der Suche nach feststehenden Wahrheiten befinden.
die den Mensch nicht als Objekt, sondern als ein von Gott geschaffenes Geschöpf mit einer unveräußerlichen Würde sehen.
die Ehe und Familie als wesentliche Grundlage einer menschenwürdigen Gesellschaft schätzen.
die mit ihrer Geschlechtskraft verantwortungsvoll umgehen wollen (z.B. bei Abtreibung und Verhütung).
die ihr Gewissen in Eintracht mit dem Glauben und der Kirche bilden und sensibilisieren wollen.

16.08.2006

Mut zu endgültigen Entscheidungen

medium_Benedikt_XVI.jpegFrage: Heiliger Vater, vor einem Jahr genau waren Sie in Köln bei der Jugend; und da haben Sie, glaube ich, auch mitbekommen, dass die Jugend wahnsinnig aufnahmebereit ist, dass Sie persönlich sehr gut angekommen sind. Haben Sie bei dieser Reise vielleicht auch eine spezielle Botschaft an die jungen Leute?

Benedikt XVI.: Ich würde zunächst einmal sagen: Die Botschaft ist: Ich freu’ mich, dass es junge Menschen gibt, die beieinander sein wollen, die im Glauben beieinander sein wollen, und die eben etwas Gutes tun wollen. Denn die Bereitschaft zum Guten ist in der Jugend sehr stark. Die vielen Volontariate…! Die Suche, in den Nöten dieser Welt selbst auch etwas auszurichten, ist etwas Großes. Darin zu ermutigen, wäre ein erster Impuls: Macht weiter! Sucht nach Gelegenheiten, Gutes zu tun! Die Welt braucht solchen Willen, braucht solchen Einsatz.

Und dann würde ich sagen, ein spezielles Wort wäre vielleicht: Der Mut zu endgültigen Entscheidungen! Es ist viel Großmut in der Jugend da, aber das Risiko, sich ein Leben lang zu binden, sei’s in der Ehe, sei’s im Priestertum, das wird gescheut. Die Welt ist in dramatischer Bewegung. Ständig. Kann ich jetzt schon über das ganze Leben mit seinen unabsehbaren künftigen Ereignissen verfügen? Binde ich da nicht meine Freiheit selber und nehme etwas von meiner Beweglichkeit weg? Den Mut zu wecken, endgültige Entscheidungen zu wagen, die in Wirklichkeit erst Wachstum und Vorwärtsbewegung, das Große im Leben ermöglichen, die nicht die Freiheit zerstören, sondern ihr erst die richtige Richtung im Raum geben: das zu riskieren – diesen Sprung sozusagen ins Endgültige – und damit das Leben erst richtig ganz anzunehmen, das würde ich schon gern weitergeben.

26.05.2006

Aufstand der Jugend?

Battlecry, eine außergewöhnliche intiative. Interessante Videoclipps!