30.03.2007
Poor behavior is linked to time in day care
New findings from the largest and longest-running study of American childcare confirm that quality is not the decisive issue in assessing the benefits of day care centres for little children. Researchers found that keeping a pre-schooler in any day care centre for a year or more increased the likelihood that the child would become disruptive in class, and this effect persisted through the sixth grade. The effect was small, but it showed up regardless of the child's , family income and the quality of the day care centre.
On the positive side, researchers found that time spent in high quality day care centres was correlated with Higher vocabulary scores through elementary school. The research is part of the federally financed Study of Early Child Care and Youth Development, which has tracked more than 1300 children in various arrangements, including staying at home with a parent; being cared for by a nanny or a relative; or attending a large day care centre.
"This study makes it clear that that it is not just quality that matters," said Jay Belsky, one of the principal authors. The fact that troublesome behaviour lasted at least until sixth grade should raise a broader question: "So what happens in classrooms, schools, playgrounds and communities when more and more children, at younger and younger ages, spend more and more time in centres, many that are indisputably of limited quality?" More than two million American pre-schoolers attend day care.
Aus New York Times, March 26
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21.10.2006
„Rettet wenigstens die ersten drei Jahre!“
Wahlgren: „Wir müssen die Arbeit in die Familien zurückholen”
18. Oktober 2006
Sie ist Schwedens berühmteste Mutter und eine Astrid Lindgren der pädagogischen Literatur: Anna Wahlgren. Neun Kinder von drei Männern bekam sie, und viele Jahre lang sorgte sie allein für ihre Familie. Insgesamt war sie siebenmal verheiratet. 27 Bücher schrieb sie, immer während des Mittagsschlafs der Kinder. Vor 23 Jahren erschien in Schweden ihr Erziehungsratgeber „Das Kinderbuch“, das vor zwei Jahren auch ins Deutsche übersetzt wurde.
In Skandinavien ist es mittlerweile eine halbe Million Mal verkauft worden (in Deutschland 80. 000 Mal). Dabei sind Wahlgrens Ansichten ganz und gar unschwedisch: Sie lehnt Kinderkrippen ab und plädiert dafür, daß kleine Kinder in ihrer „Herde“ bleiben sollen, also mit einem oder mehreren Familienangehörigen zu Hause an der täglichen Routine teilhaben sollen. „Kleine Kinder brauchen uns“, lautet ihr Credo.
In Schweden hat sie dafür von Sozialpolitikern einige Kritik eingesteckt. Eltern hingegen mögen ihre Bücher, weil sie Freude an der alltäglichen Erziehungsarbeit vermitteln und die Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt stellen. Wahlgrens unkonventioneller Lebensstil hat sie zu konservativen Ansichten in der Erziehung geführt: Sie propagiert feste Tageszeiten fürs Essen, Schlafen und Spielen, klare Regeln, einfache Mahlzeiten und vertraut ganz und gar in die Fähigkeiten des Kleinkindes, selbständig alles Notwendige zu lernen - wenn es sich geborgen fühlt und gelernt hat, sich selbst zu beschäftigen. Anna Wahlgren ist 64 Jahre alt und hat elf Enkelkinder.
In vielen Staaten Europas gilt das schwedische l als Vorbild: Kinder werden hier nach dem ersten Lebensjahr ganztags betreut. Sollten sich andere europäische Staaten an Schweden ein Beispiel nehmen?
Nein, auf keinen Fall. Schwedische Kinder sind in den vergangenen zwanzig Jahren nicht sehr glücklich gewesen. Sie verlieren ihr Zuhause und ihre Familien viel zu früh. Kleine Kinder lachen wenig, und sie spielen nicht frei, phantasievoll und unbekümmert. Depressionen, Alkohol- und Drogenprobleme unter Jugendlichen nehmen zu. Ein großer Teil der Heranwachsenden sagt: „Wir haben absolut niemanden, mit dem wir sprechen können.“ Wir Schweden eifern den Vereinigten Staaten nach, eigentlich wollen wir den „American way of life“: viel arbeiten, viel Geld verdienen, viel konsumieren. Gewalt unter Jugendlichen nimmt in beängstigender Weise zu - das Leben hier ist hart geworden.
In Schweden bekommt eine Frau im Durchschnitt 1,7 Kinder, in Deutschland 1,3. Ist Schweden ein kinderfreundliches Land?
Nein. In Schweden ist es nur leichter, sein Kind loszuwerden. Doch mittlerweile gibt es Kinderkrippen, in denen zwei Erzieherinnen für zwanzig Einjährige zuständig sind. Das muß man sich mal vorstellen! Manche Kinder können noch nicht selber essen, fast alle tragen Windeln. Das geht allein schon praktisch nicht, von der emotionalen Seite ganz zu schweigen. Sie sehen: Der schwedische Wohlfahrtsstaat taugt nicht als l, denn Kinder und Alte werden beiseite geschoben - und es geht ihnen schlecht dabei. Das ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Gründe, warum wir uns für eine neue Regierung entschieden haben.
Was empfehlen Sie Eltern von kleinen Kindern?
Jedenfalls keine institutionelle Betreuung von unter Dreijährigen. Ich sage jungen Eltern: Rettet wenigstens die ersten drei Jahre! Einer sollte mit den Kindern zu Hause leben und wirtschaften, egal ob der Vater oder die Mutter. Ich habe keines meiner neun Kinder in eine Kinderkrippe gegeben, weil ich bei ihnen sein und von ihnen lernen wollte.
Natürlich ist das Leben in Schweden teuer, und viele Familien meinen, daß sie zwei Gehälter brauchen. Aber es ist auch möglich, in der Zeit, in der die Kinder klein sind, Prioritäten zugunsten der Kleinsten zu setzen und den Lebensstandard zu senken. Frisch verliebte Erwachsene können auf einigen Wohlstand verzichten und dennoch sehr glücklich sein. Warum sollten wir das nicht auch aus Respekt vor den Grundbedürfnissen unserer Kinder können?
Wie paßt diese Auffassung zu der feministischen Sicht, daß zur Emanzipation der Frau auch ein eigener Beruf gehöre?
Das paßt gar nicht gut zusammen. Ich bin sicher emanzipiert, aber ich halte es für falsch, daß der Feminismus das von Männern geprägte Bild der Arbeitswelt übernommen hat. In dieser Arbeitswelt sind Kinder ein Hindernis und müssen aus dem Weg. Auch berufstätige Frauen sehen das so. Männer hatten niemals das Problem, Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu müssen. Deshalb gibt es bisher keine anderen Lösungen dafür, als die Kinder beiseite zu schaffen. Doch wir müssen die Arbeitswelt ändern, nicht die Kinder aus ihr verbannen.
Wie soll das gehen? Es kann nicht jeder zu Hause am Schreibtisch Artikel oder Bücher schreiben wie Sie.
Wir müssen die Arbeit in die Familien zurückholen. In der Landwirtschaft zum Beispiel störten Kinder nicht, sondern halfen mit. Jedes hatte seine kleinen Aufgaben im gemeinsamen Kampf ums Überleben, und das machte die Kinder stolz und glücklich. Kinder benötigen das Gefühl, gebraucht zu werden - und zwar nicht nur emotional, sondern in einem ganz praktischen Sinn. Natürlich können wir die Industrialisierung nicht zurückdrehen. Aber überall da, wo es uns nicht gelingt, die Arbeit in die Familien zurückzuholen, sollten wir die Kinder mit zur Arbeit nehmen können. In kleinen Läden, Restaurants oder als Selbständiger ist das leichter, aber auch in großen Firmen sollte es möglich sein. Einen Betriebskindergarten ganz in der Nähe der Eltern, in dem Vater oder Mutter regelmäßig nach dem Rechten sehen, sollte es in jeder größeren Firma geben.
Berufstätige Mütter sagen, nicht die Quantität der mit den Kindern verbrachten Zeit sei entscheidend, sondern deren Qualität. Teilen Sie diese Ansicht?
Nein, absolut nicht. Stellen Sie sich vor, sie hätten sich in einen verheirateten Mann verliebt. Der hat immer wenig Zeit, weil er noch Zeit für die Arbeit und für seine Familie braucht. Ihr Wunsch, auch den Alltag mit ihm zu teilen, wird immer größer. Der Mann sagt „Schatz, es kommt doch auf die Qualität an, nicht auf die Quantität. Ich habe jetzt dreißig Minuten Zeit und möchte mit dir schlafen.“ Wären Sie damit zufrieden? Kinder fühlen in dieser Hinsicht genauso wie Erwachsene: Sie wollen den Alltag mit uns teilen, nicht nur besondere Augenblicke.
Die neue schwedische Regierung hat angekündigt, künftig über das erste Lebensjahr des Kindes hinaus Eltern finanziell zu unterstützen, die ihr Kind zu Hause betreuen.
Ich finde es richtig, Eltern die Wahl zu lassen, ob sie ihr Kind selbst betreuen oder in eine Krippe geben. Immer mehr junge Väter kümmern sich um ihre kleinen Kinder, und ich beobachte eine interessante Entwicklung: Früher schrieben junge Mütter Bücher darüber, wie schrecklich das Leben mit kleinen Kindern zu Hause sei und wie sehr ihnen ihre Arbeit fehle. Heute schreiben junge Väter das Gegenteil: Wie wunderbar sie die Zeit mit ihrem Nachwuchs finden. Sie sagen, daß sie gern mehr Zeit für ihre Kinder hätten. Vielleicht sind es nun die jungen Väter, die das in Angriff nehmen, was die arbeitenden Mütter nicht geschafft haben: die Arbeitswelt so zu verändern, daß sie kinderfreundlicher wird.
Die Fragen stelle Uta Rasche
Text: F.A.Z., 17.10.2006
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19.07.2006
Die Kinder kommen zu kurz
Die Interessen und Rechte der Kinder, sich zu entwickeln und zu entfalten, die Leistungen und Fähigkeiten von Kindern kommen in der gegenwärtigen Debatte aber kaum vor. Unser Papier ist ein Plädoyer für einen Perspektivwechsel hin zu einer neuen kinderpolitischen Perspektive.
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06.06.2006
Zur ehelichen Treue erziehen
Auch in den christlichen Gesellschaften haben Eltern heutzutage leider allen Grund, sich um die Beständigkeit der zukünftigen Ehen ihrer Kinder zu sorgen. Und doch müssen sie trotz der steigenden Scheidungsrate und der sich verschärfenden Krise in den Familien mit Optimismus reagieren und daraus für sich die Verpflichtung ableiten, die eigenen Kinder zutiefst christlich zu erziehen, damit sie in der Lage sind, die mannigfaltigen Schwierigkeiten zu überwinden. Konkret gesprochen, begünstigt die Liebe zur Keuschheit, die sie in ihnen erwecken können, die gegenseitige Achtung zwischen Mann und Frau und befähigt zu Mitgefühl, Zärtlichkeit, Toleranz, Grobzügigkeit und vor allem zu jener Opferbereitschaft, ohne die keine dauerhafte Liebe möglich ist. Und so werden die Kinder mit jenem klugen Realismus in den Stand der Ehe eintreten, von dem der heilige Paulus spricht, der uns lehrt, dab jeder Ehepartner die Liebe des anderen ständig neu gewinnen mub und dab ihr Umgang miteinander von wechselseitiger Zuneigung und Geduld getragen sein soll (vgl. 1 Kor 7,3-6; Eph 5,21-23).
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27.05.2006
Mädchen haben die Jungen weltweit abgehängt
Mehr als 55 % der Abiturienten sind inzwischen weiblich; Tendenz steigend. Die Haupt- und Sonderschulen werden zu fast 2/3 von Jungen besucht; ebenso groß ist der Anteil der Jungen an den Schulabbrechern und uneinholbar vorne liegen die Jungen mit jeweils um die 90 % bei Legasthenie, dem ADS (Zappel-Phillipp)-Syndrom, den verhaltensgestörten und jugendkriminell werdenden Schülern. Kurzum: je höher das Bildungsniveau, umso mehr nimmt die Zahl der Jungen ab.
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20.04.2006
Erziehung beginnt von Anfang an in der Familie
"Zu viele Eltern fühlen sich in der Erziehung ihrer Kinder verunsichert. Nicht selten fehlt es ihnen in Erziehungsfragen selbst an Orientierung. Wir beobachten heute zunehmend Erziehungsdefizite. Und es gibt eine Ungewissheit darüber, was Eltern fordern dürfen, wie sich Werte heranbilden und wer verantwortlich ist. Erziehung beginnt von Anfang an in der Familie. Aber weil Kinder früh und viel Zeit in den Kindergärten und Schulen verbringen, geht Erziehung auch nicht ohne diese Institutionen und die Menschen, die in ihnen arbeiten. Die Kirchen und ihre Verbände sind nicht nur starke Partner mit einem dichten bundesweiten Netz an Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. Sie verknüpfen auch in besonderer Weise soziale und moralische Ansprüche. Werte wie Respekt, Verlässlichkeit, Vertrauen und Aufrichtigkeit sind Leitplanken, die unseren Kindern helfen, ihren Weg ins Leben zu finden", sagt Ursula von der Leyen.
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